Es gibt Rezepte, die verändern nicht nur den Speiseplan, sondern die gesamte Sicht auf eine Zutat. Genau so ging es mir mit dieser Pasta. Seit wir Nudeln selbst machen, fällt mir jedes Mal wieder auf, wie groß der Unterschied zu gekaufter Ware wirklich ist – geschmacklich, von der Konsistenz und vor allem vom Gefühl danach.
Diese Sauerteig Pasta ist für mich ein perfektes Beispiel dafür, wie simpel gesunde Küche eigentlich sein kann. Keine komplizierten Zutaten, keine Spezialprodukte, sondern echte Lebensmittel, die zusammen etwas völlig anderes ergeben als das, was wir gewohnt sind.

Was dieses Sauerteig Pasta Rezept so besonders macht
Die meisten verbinden Pasta mit einer schnellen Kohlenhydratquelle, die zwar gut schmeckt, aber oft nicht lange sättigt. Genau hier liegt der entscheidende Unterschied.
Durch die Kombination aus Dinkelvollkornmehl, Sauerteig und Ei verändert sich die gesamte Struktur des Teigs. Vollkorn bringt deutlich mehr natürliche Begleitstoffe mit als ausgemahlenes Mehl. Das wirkt sich nicht nur auf die Sättigung aus, sondern auch auf Geschmack und Textur.
Der Sauerteig sorgt für eine natürliche Fermentation. Viele erleben fermentierte Teige als deutlich angenehmer und „leichter“ im Vergleich zu klassischen Varianten. Dazu kommt das Ei, das für eine seidige, elastische Konsistenz sorgt, die man von richtig guter Pasta erwartet. Geschmacklich sind Eiernudeln ohnehin eine eigene Liga.
Gleichzeitig liefern Eier wertvolle Proteine und Fette. Das Ergebnis ist eine Pasta, die nicht nur gut schmeckt, sondern auch deutlich länger zufrieden macht.



Warum wir Mehlgerichte nur noch mit Sauerteig zubereiten
Früher habe ich Sauerteig ausschließlich mit Brot verbunden. Heute ist er aus meiner Küche kaum mehr wegzudenken – auch bei Pasta, Pancakes, Brioche, Pizza oder anderen Teigen.
Der Grund ist einfach: Fermentation verändert Teige auf eine faszinierende Weise. Geschmack, Aroma und oft auch die Bekömmlichkeit entwickeln sich komplett anders als bei schnellen Teigführungen. Es entsteht mehr Tiefe, mehr Charakter, mehr „echtes Essen“.
Gerade bei Mehlgerichten empfinde ich den Unterschied als enorm. Industriell hergestellte Produkte bestehen häufig aus stark verarbeiteten Rohstoffen und schnellen Teigprozessen. Ein fermentierter Teig ist das genaue Gegenteil davon.
Für mich ist Sauerteig deshalb keine Trendzutat, sondern eine Rückkehr zu einer sehr ursprünglichen Art zu kochen und zu backen.
Die Verbindung zu Darmgesundheit & Fermentation
Je mehr ich mich mit Fermentation beschäftigt habe, desto klarer wurde mir, wie unterschätzt dieses Thema im Alltag ist. Sauerteig ist dabei nur ein kleiner Ausschnitt einer viel größeren Welt.
Genau deshalb habe ich mein E-Book „Darmgesundheit & Fermentieren“ entwickelt. Dort zeige ich, wie vielseitig Fermentation wirklich ist, wie einfach man sie integrieren kann und warum sie aus meiner Sicht eine der wertvollsten Strategien für moderne Ernährung ist.
Wenn dich Sauerteig, Fermente und darmfreundliche Küche interessieren, findest du dort eine fundierte und alltagstaugliche Anleitung.
-
E-Book Bundle: 200+ Rezepte & Ernährungswissen – Alle E-Books von Koch mit Herz
Ursprünglicher Preis war: 130,00 €89,00 €Aktueller Preis ist: 89,00 €. -
E-Book: Darmgesundheit & Fermentieren – Wissen, Rezepte & Alltagstipps
14,90 €

Sauerteig Pasta mit Dinkelvollkorn und Ei
Zutaten
- 270 g Bio Dinkelvollkornmehl
- 30 g Bio Weizenmehl (Type 550 oder Brotmehl)
- 60 g fester Sauerteig-Discard
- 2 Bio Eier
- 1 Bio Eigelb
- 10 ml Bio Olivenöl
- 5 g feines Salz
Anleitungen
- In einer Schüssel 270 g Dinkelmehl, 30 g Weizenmehl (das braucht man, damit die Nudeln dann nicht zerfallen) und 5 g Salz gleichmäßig vermischen.
- In einem separaten Gefäß 2 Eier, 1 Eigelb, 60 g festen Sauerteig-Discard und 10 g Olivenöl glatt verquirlen.
- Die Eiermischung zu den trockenen Zutaten geben und vermengen, bis ein Teig entsteht.
- 4–5 Minuten kneten, bis der Teig zusammenhält. 20 Minuten ruhen lassen.
- Erneut 2–3 Minuten kneten, bis der Teig glatt und fest ist. Er sollte straff, geschmeidig und leicht elastisch, aber nicht klebrig sein.
- Luftdicht verpackt bei Raumtemperatur 1 Stunde ruhen lassen (besser 2 Stunden oder über Nacht im Kühlschrank).
- Teig portionieren und auf ca. 1–1,5 mm Dicke ausrollen.
- Einen großen Topf mit reichlich Salzwasser zum Kochen bringen.
- In gewünschte Form schneiden (per Hand oder mit einer Nudelwalze) und direkt in das nicht mehr kochende Wasser geben. Was du nicht brauchst, kannst du ganz einfach trocknen und zu einem späteren Zeitpunkt kochen. Ich koche lieber gleich alles und bewahre den Rest im Kühlschrank auf.
- Darin nun 2–3 Minuten garen – immer wieder umrühren.


